Die Welle

Die agree21 Welle bricht über uns hinein. Unser Büro im JadeWeserPort war in den letzten Wochen so hoch frequentiert wie nie zuvor. Die Arbeitsplätze in der Bank hingegen blieben oft leer. „Agree-Schulung“ war die häufigste Antwort auf die Frage, wo der eine oder andere Kollege gerade sei. 

Annika und Jost haben inzwischen fünf Wochen intensives Training mit allen Kollegen hinter sich. Sie haben das selbst erst kurz zuvor erlernte Wissen auf charmante Weise weitergegeben. Und sind so zum Fels in der Brandung geworden. Und auch die anderen Multiplikatoren haben ihre Schulungen durchgeführt und in dem Zuge die Chance genutzt, alle Kollegen zu ihren Fachthemen wieder auf einen einheitlichen Kenntnisstand zu bringen.

Wenn man dieser Tage so durch die Bank geht hört man immer häufiger Gespräche zu agree21. Viele Kollegen arbeiten mit zwei Systemen parallel. Bearbeiten tagesaktuelle Aufträge in bank21 und testen im Anschluss, wie sich der selbe Vorgang in der neuen Anwendung darstellen lässt. Vieles läuft dabei schon rund. Dennoch fiebern alle der endgültigen Umstellung in acht Wochen entgegen. Und auch, wenn die See in den ersten Tagen nach Migration etwas unruhig ist, wir für die Anliegen unserer Kunden etwas länger brauchen als gewohnt, sind wir doch zuversichtlich, dass wir schnell wieder in ruhiges Fahrwasser gelangen. Und wir dann nach und nach die Vorteile von agree21 für unsere Kunden sinnvoll einsetzen können. 

Startschuss für unsere Mitarbeiterschulungen

Heute starten wir mit unseren Mitarbeiterschulungen in unserem dafür eingerichteten Schulungsraum im Jade-Weser-Port. Los geht`s mit der Grundlagen/Personendaten-Schulung. An sechs aufeinanderfolgenden Tagen werden insgesamt 45 Kollegen und Kolleginnen zu diesem Thema geschult. Die Dozenten, Annika und Jost, sind gut vorbereitet. In den letzten Wochen haben die beiden das neue System auf Herz und Nieren getestet, Katrin aus der Organisation wichtige Hinweise auf Änderungsbedarf gegeben, die Schulungsunterlagen und diverse Übungen für unsere Kollegen erstellt.

Heute ist es nun soweit. In unserem Schulungsraum ist alles aufgebaut: Laptop, Schulungsunterlagen für die Kollegen, Schreibmaterial für die Notizen, und nicht zu vergessen: Das Essen! Von Kaffee über Tee, Saft, Brötchen und Mittagessen ist alles organisiert. Fehlen darf natürlich auch die Nervennahrung nicht. Für jede Schulung stehen Körbe mit Obst und Schokolade bereit.


Wir starten um 08:30 mit den Grundlagen. Hier werden den Kollegen wichtige Tipps und Tricks im Umgang mit agree21 gezeigt. Wie ist das neue Programm aufgebaut? Wo finde ich was? Wo gibt es sogenannte Schnelleinstiege und wo finde ich die Hilfefunktion, falls mal Fragen auftauchen sollten? Nach dem theoretischen Teil erfolgt dann auch die erste praktische Übung.


Weiter geht’s im Programm: Wie sieht die Aufgabenliste in agree21 aus? Wie können Dienstleistungsentgelte gebucht werden? Wo können Formulare ausgedruckt werden? Und wo/wie werden Dokumente archiviert?

Nachdem dieser Grundlagenteil beendet ist, geht’s weiter mit den Personendaten in agree21. Wo stehen welche Daten am Kunden? Wie wird ein neuer Kunde angelegt? Wie ein Kundenstammvertrag erstellt? Wo finden sich Vollmachten und Berechtigungen am Kunden? Wo und wie werden Adressen angelegt und geändert? Wo finden sich die Kontodaten zum Kunden?

Auch hierzu werden wieder zahlreiche Übungen gemacht, damit alle Kollegen lernen, mit dem System umzugehen.

Nachdem den ganzen Tag fleißig geübt wurde qualmen die Köpfe aller Teilnehmer. Es wurden viele Inhalte besprochen, alles sieht neu aus, auch wenn sich grundsätzlich die gleichen Funktionen im System verbergen. Aber die Handhabung ist halt doch anders.

Damit alle Teilnehmer auch im Nachhinein noch im neuen System üben können, wurden von unseren Dozenten Annika und Jost „Hausaufgaben“ erstellt. Hier finden sich Übungen und Ergänzungen zu den Inhalten aus dem heutigen Tag. Nun kann ja nichts mehr schiefgehen.

Nach einem anstrengenden Schulungstag freuen sich nun alle auf den Feierabend. Dieser ist um 18:00 Uhr erreicht und den haben sich Dozenten und Teilnehmer auch redlich verdient! Morgen geht’s weiter mit dem nächsten Seminar Grundlagen/Personendaten.

Tatatataaaaa

Die letzten Wochen war es hier etwas ruhiger im Blog. Mit Hochdruck haben wir daran gearbeitet, die zweite technische Übernahme (TÜ2) vorzubereiten. Außerdem mussten alle Schulungsunterlagen erstellt werden. In dieser Woche geht’s nämlich los. Wir zeigen endlich allen Kollegen agree21 und sind schon ganz gespannt, wie sie die Neuerungen aufnehmen werden. 

Für die meisten von uns ist das eine neue Erfahrung. Seminare aufzubauen, als Referent tätig zu sein, erster Ansprechpartner für ein System zu sein, was wir selbst erst vor wenigen Wochen erlernt haben.

Insofern macht sich ein wenig Aufregung breit. Und wir freuen uns, dass bald die gesamte Bank das, was wir die letzten Monate aufgebaut haben, auf Herz und Nieren testet. Nur so können wir unsere Prozesse optimieren und mögliche Fehler aufdecken. Denn die Experten sitzen da, wo die Anliegen unserer Kunden heute schon bearbeitet werden. Als Mitarbeiter in der Kreditabteilung, als erster Ansprechpartner im Service, als Berater auf der Mission, unsere Kunden genossenschaftlich zu beraten. Sie alle wissen am besten, welche Funktionen sie brauchen, um ihre täglichen Aufgaben zu erledigen. 

Nebenbei geht’s an die Bereinigung der Fehlerlisten aus der TÜ2. Von der ersten bis zur zweiten Übernahme aller Echtdaten konnten wir gut die Hälfte der Fehler bereinigen. Bei der heutigen Nachbesprechung wurden rund 10% der Fehler halbautomatisch ausgebügelt. In solchen Schritten kann es also weiter gehen.

Das Puzzle wächst zusammen

Vor rund vier Monaten stand mein erstes Seminar in Westrhauderfehn im Kalender. So genau wusste ich seiner Zeit nicht, was mich erwarten würde, als „Vertriebsmanagement Admin Teil 1“ in der Einladung vermerkt war. Martina und Katrin ging es ähnlich. Am Ende des Seminartages hatten wir zunächst eine ganze Menge Fragezeichen auf unseren Zetteln. Richtig klar war uns nicht, was wir in welcher Form konfigurieren und wie wir bisherige Daten übernehmen sollten.

Die Wochen und Monate danach verbrachten wir immer mal wieder damit, uns durch Handbücher zu wühlen und Konfigurationen zu bearbeiten. Wir mussten beispielsweise festlegen und programmieren, wie zukünftig Informationen über fällige Geldanlagen des Kunden beim Berater und beim Kunden landen sollten. Oder wie eingehende Beschwerden im Haus an die richtigen Stellen weitergeleitet und bearbeitet werden. Nach der ersten technischen Übernahme im Januar konnten wir sehen, dass Einiges schon ganz passabel angelegt war. Froh waren wir dennoch, als die Einladung zum zweiten Teil des Seminars ins Haus flatterte. 

So machten wir drei uns erneut auf den Weg. Und stellten fest, dass wir durch die vielen Seminare zu anderen Themen, die wir zwischenzeitlich besuchten, einen guten Überblick über das gesamte System gewonnen haben. Langsam aber sicher fügen sich die Puzzleteile zusammen. Ein gutes Gefühl. 


Wir konnten den Tag also damit verbringen, viele Vertriebsimpulse einzustellen. Am Ende blieb sogar Zeit, erste Vorlagen für Kundenbenachrichtigungen vorzubereiten. Denn unser Ziel ist nicht nur, dass unsere Kundenberater wissen, wann Verträge unserer Kunden auslaufen oder Anpassungsbedarf besteht. Im Sinne einer ganzheitlichen und umfassenden Beratung wollen wir unsere Kunden auch direkt im eBanking über wichtige Belange zu ihren Verträgen informieren. Was diesen Teilbereich angeht, befinden wir uns somit auf der Zielgeraden. Und freuen uns schon heute auf das Gesamtbild, wenn wir unser Puzzle komplett zusammengesetzt haben. 

Wer kennt den Wert?

Während sich Katrin, Frank, Thomas und Tatjana durch die Fehlerlisten aus der TÜ1* wühlen steht der Februar seminartechnisch ganz im Zeichen der Kreditbearbeitung. Martina, Swantje, Lars und Stephan machen sich also für weitere vier Seminareinheiten auf den Weg nach Westrhauderfehn. 

Die ersten zwei Tage liegen hinter den Vieren, als ich einen kurzen Zwischenstand von Martina bekomme. Auf der Tagesordnung standen Sicherheiten und Wertermittlung. Sie haben so ziemlich alles durchgearbeitet: Sicherungsübereignung eines Fahrzeuges, Abtretung einer Lebensversicherung und Grundschulden für eine Immobilie.

Was hier so kurz und knapp klingt, sind im täglichen Geschäft sehr komplexe Themen. Sicherheiten können in zahlreichen Variationen zur Verfügung gestellt werden und haben einen hohen Stellenwert für das gesamte Kreditgeschäft. Es waren zunächst „nur“ die relevanten Praxisfälle, die im Seminar durchgenommen wurden. Doch was heute durch jahrelange Erfahrung einfach von der Hand geht, muss im neuen System Schritt für Schritt erlernt werden.

Swantje und Stephan als Kollegen der Marktfolge fallen diese Themen leichter, denn sie haben täglich mit der Bearbeitung zu tun. Für Martina und Lars als Kundenberater hingegen gibt es in der Praxis mir wenige Berührungspunkte. Doch um die Gesamtheit des Systems verstehen zu können, müssen auch sie sich damit beschäftigen.


Der zweite wichtige Abschnitt war die Wertermittlung. Was ist Ihr Haus oder Ihre Gewerbeimmobilie Wert und haben die Kollegen alle wichtigen Fakten zum Objekt richtig erfasst? Schließlich soll die Bewertung von Sicherheiten bei allen Sachbearbeitern identisch sein. Nach einiger Übung hatten alle Schulungsteilnehmer den selben Wert und sind somit auf einem guten Weg. Denn das Ziel ist, auch weiterhin kompetent und schnell den Wert Ihrer Immobilie zu ermitteln und Ihnen somit ein gutes Angebot für die Finanzierung der eigenen vier Wände zu unterbreiten. Dank komfortabelen Funktionen unter agree21 sogar noch etwas schneller als bisher.

Damit später alles passt, hat es sich Projektleiter Frank nicht nehmen lassen, die vier Kollegen in Westrhauderfehn zu besuchen. Er ist dafür verantwortlich, dass zur endgültigen Migration im August alle Kompetenzen für die Mitarbeiter, welche mit Krediten zu tun haben, hinterlegt sind. Außerdem muss er sich darum kümmern, dass alle Produkte, die uns heute bekannt sind, in gleicher Weise in agree21 dargestellt werden.

Jetzt warten noch zwei Tage Fördermittel und Darlehen auf Martina, Swantje, Lars und Stephan. Eins steht schon heute fest: das Wochenende haben die vier sich schon jetzt besonders verdient 😉
*(erste technische Übernahme der Bankdaten in unser agree21-Vorproduktionssystem)

Was vom Tage übrig blieb…

Was passiert, wenn zwei Leute aus dem Markt und zwei aus der Marktfolge unserer Bank gemeinsam zum dreitägigen Anwenderseminar geschickt werden? Dieser Tage waren Swantje und Stephan aus der Kreditabteilung mit Martina und Lars aus der Firmenkunden- bzw. Baufinanzierungsberatung unterwegs. Seht selbst, was sich bei dem Quartett so zugetragen hat…

Leise rieselt der Schnee.

Nach kurzer Zeit ist der Kaffee schon alle. 

Sie testen, bis der Arbeitsspeicher erschöpft ist und die Köpfe rauchen.

Aber sie verlieren niemals den Spaß dabei!!!

Nach drei Tagen Intensiv-Training sind unsere vier nun bestens darauf vorbereitet, Kontolimite und Kreditanträge anzulegen. Außerdem wissen sie nun genau, wie sie unsere Privatkunden auf dem Weg ins Eigenheim mit Verbundkrediten, Fördermitteln und Hausdarlehen begleiten. Und natürlich auch, wie sie die Investitionswünsche unserer Firmenkunden technisch umsetzen können. Last but not least haben sie gelernt, wie die Kreditsachbearbeitung unter agree21 funktioniert.

Wenn die vier in der nächsten Woche zurück in der Bank sind, beginnt der zweite Teil ihrer Arbeit. Sie werden sich um die Vorbereitungen für die Umsetzung des Gelernten in den Testbankbetrieb kümmern. Aber davon berichten wir dann später mehr. 

Tag der Wahrheit

Fast eine Woche mussten wir auf die Ergebnisse aus unserer ersten technischen Übernahme warten. Täglich haben wir agree21 angeschaut. Können wir schon was sehen? Welche Daten wurden übernommen? Haben wir die Fehlerlisten schon erhalten? Die erlösende E-Mail erreichte Frank mitten im IDA-Training am vergangenen Mittwoch. 

Aufgeregt versammelten wir uns um sein Notebook. Rund 100.000 Hinweise zu den Datensätzen. Ist das nun viel oder wenig? Sind wichtige Daten nicht korrekt übernommen worden? Oder geht’s viel mehr um Datensätze, die ohnehin schon veraltet waren? Den richtigen Durchblick hatten wir nicht. Nur gut, dass für heute ein Termin zur Nachbesprechung angesetzt war. 

Mit gemischten Gefühlen und allen Fragen im Gepäck ging es für Katrin, Frank und Thomas wieder nach Westrhauderfehn. Vorstand Günter Dresen hat die Gruppe begleitet, denn auch ihn interessierte, an welchem Punkt wir heute stehen. Wir Fachkollegen aus Wilhelmshaven konnten uns per Webmeeting dazuschalten und so unsere Fragen direkt stellen.

Im Schnelldurchlauf gingen wir die Fehlercodes durch und ließen uns erklären, welche Aktivitäten jetzt wichtig sind. Ein paar Produkte fehlen noch, einige Migrationstabellen sollten wir überarbeiten, an manchen Stellen noch Steuerungen nachbessern.

Doch am Ende des Tages standen zufriedene Projektleiter, die uns und die drei weiteren Banken aus der Serie 12 für die guten Vorbereitungen und klaren Strukturen loben konnten. Und sich schon jetzt auf noch bessere Ergebnisse bei der zweiten Testübernahme im April freuen. Erleichtert geht es also für uns ins Wochenende.

Tippelditipp

Ein Murmeln geht durch die Reihen. Man hört mal schnelles, mal bedachtes tippen auf den Tastaturen. „Hab ich richtig gejoint?“ hier, „Wo hast du das Datenfeld gefunden?“dort.

Zwei Tage Programmierung in IDA liegen hinter Frank, Renke, Thomas und mir. Wir kümmern uns in der Bank darum, Auswertungen anzufertigen. So behalten wir den Überblick über Kunden, die bald volljährig werden und mit uns neue Verträge abschließen müssen. Informieren die Kundenberater frühzeitig über Fälligkeiten von Geldanlagen oder Abläufen von Festzinsbindungen. Zu unserem Betreuungsauftrag gehört nämlich auch, diese Termine unserer Kunden im Auge zu behalten und mit ihnen darüber zu sprechen, wie es danach weitergehen soll.

Nun haben wir gelernt, wie wir eben solche Daten in agree21 wiederfinden und über IDA auswerten können. Zwar ist die eingesetzte Software identisch mit der bisherigen. Der Aufbau aller Datenfelder aber gänzlich anders. Wir haben ein paar tolle, neue Befehle kennengelernt, die uns die Programmierung in Zukunft erleichtern werden. Und Standardabfragen entdeckt, die sich gut verwenden lassen. 

Insofern waren es, des vielen Stoffs zum Trotz, zwei erfolgreiche Schulungstage. Und heute Nacht träumen wir sicher alle von leise klickernden Tastaturen.

Trommelwirbel 

Dieser Tage steht die erste technische Übernahme unserer Kundendaten in agree21 an. Das wurde jetzt auch Zeit. Nachdem wir in den letzten zwei Wochen mit Hochdruck an den Steuerungen im Institutskennsatz und den Migrationstabellen gearbeitet haben, wollen wir nun endlich live sehen, wie sich unsere Einstellungen im Echtbetrieb auswirken.

Zeitgleich geht’s aber auch in Westrhauderfehn weiter. Das Geschäftsvorfallmanagement, Formulare und das Outputmanagement stehen auf der Tagesordnung. Katrin, Frank, Thomas und ich sind also mal wieder „out of office“. 

Heute sind die Kontoauszüge ein großes Thema. Diese können wir unseren Kunden schon heute auf verschiedenen Wegen zukommen lassen. Ob klassisch am Kontoauszugsdrucker, per Brief nach Hause oder ganz komfortabel als PDF Datei in den Postkorb der Online-Filiale. Für die Umstellung müssen wir nun festlegen, wann und in welcher Form Kontoauszüge erstellt werden. Denn es gibt gesetzliche Bestimmungen in Bezug auf den Rechnungsabschluss, die wir hierbei berücksichtigen müssen. 

Später werden wir uns mit kunden- und kontoindividuellen Mitteilungen beschäftigen. Denn wir möchten Sie über gewisse Vorgänge, beispielsweise die Anpassung des Online-Banking Limits, zukünftig automatisch informieren. Aber dazu später mehr. 

Jetzt warten wir erstmal gespannt auf die Fehlerlisten, die nach der technischen Übernahme erzeugt werden und bearbeitet werden müssen. Und dann stürzen wir uns in die nächste Runde der Konfiguration von agree21 💪

Endspurt im JadeWeserPort?

Draußen stürmt es und die unruhige See spült Plastikspielzeug an den Langeooger Strand. Zu gleicher Zeit geht es am JadeWeserPort ebenfalls stürmisch zu. Schließlich bleiben nur noch knapp zwei Wochen, bis der größte Teil der neuen Bankanwendung stehen sollte.

Katrin und Frank haben sich einen Tag ausgeklinkt, um in unserem Büro im JadeWeserPort fernab von Telefon und Kollegen zu programmieren, was das Zeug hält. Zuerst haben die zwei alle Kontoprodukte in agree21 angelegt. Über die Jahre hatte sich in unserer aktuellen Welt ein Wust an Kontokorrentprodukten angesammelt. Auch bei Sparprodukten gibt es etliche Kontoarten, die sich in Laufzeit, Kündigungsfrist und ihrer Möglichkeit, Ein- und Auszahlungen vorzunehmen, unterscheiden. Und dann sind da auch noch die Kreditkartenkonten, bei denen es erst zu klären galt, ob für jede Kartenart wie Basic, Classic, Gold, easyCredit oder Business und die verschiedenen Brands (VISA und Mastercard) einzelne Kontoprodukte anzulegen sind. Was soll ich sagen – es ist kompliziert 🙄

Als die Fleißarbeit geschafft war, ging’s mit den Migrationstabellen weiter. Dort wird festgelegt, an welche Stellen die Daten aus unserem heutigen bank21 ins spätere agree21 übertragen werden. Mit welcher Produktnummer ist das Premium-Konto verschlüsselt? Welcher Referenzzinssatz wird an den Produkten eingestellt? Für welche Produkte gelten Zins- und Preiskomponenten, die übernommen werden müssen? Schließlich ist unser oberstes Ziel, dass unsere Kunden von der Systemumstellung nur so wenig wie nötig zu spüren bekommen. 

Je weiter sich Katrin und Frank in den Aufbau des neuen Systems vertiefen, desto länger wird auch ihre Liste mit Themen, die noch abgestimmt werden müssen. Zusammen mit Thomas werden sie in den nächsten Tagen versuchen, die einzelnen Punkte abzuhaken.

Und dann sind da ja auch noch die internen Produkte, Gegenkonten, Textschlüssel, Primanoten und die Umstrukturierung der Kreditkartenprodukte, die ordentlich überführt werden wollen. Wir bleiben also in Bewegung und sind noch ein Stückchen entfernt von einer spiegelglatten See.

Durchpusten

Puh, 22 Kolleginnen und Kollegen haben bis zum Jahresende 2016 fast 40 Seminartage in Westrhauderfehn absolviert. Das macht summa summarum rund 10.000 „Unterrichtsstunden“ zum Erlernen von agree21. Doch damit nicht genug. Zu jedem Seminar folgten Nacharbeiten in mindestens gleichem Zeitumfang. Kein Wunder, dass wir zwischen den Tagen erstmal durchschnaufen mussten, um neue Kräfte zu mobilisieren. 

Ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk erhielten wir dieser Tage auf unserem Blog. Nur wenige Stunden vor Heiligabend konnten wir vierstellige Besucherzahlen verzeichnen. Das freut uns sehr und wir möchten uns an dieser Stelle für Ihr Interesse bedanken. Schön, dass Sie da sind und uns auf unserer Reise zu agree21 begleiten!

Natürlich geht es hier auch 2017 weiter. Im Augenblick läuft bei uns der Endspurt zur „TÜ1“, der ersten technischen Übernahme unserer Daten in das Vorproduktionssystem. Möglichst viele Eingaben sollten wir bis zu diesem Termin in zwei Wochen abgeschlossen haben. Die automatisch produzierten Fehlerlisten werden dann Aufschluss darüber geben, an welchen Stellen unsere Konfiguration stimmig ist und wo wir noch nachbessern müssen. Auf jeden Fall heißt es dann für uns alle, die Vorgänge auf Herz und Nieren zu testen. Wenn Sie also in nächster Zeit den einen oder anderen Kollegen mal etwas schwerer ans Telefon bekommen, denken Sie bitte daran: wir sind im Testlabor, um für Sie und für uns die Systemumstellung bestmöglich vorzubereiten! 

Ring, Ring, Ring 

Wir schreiben den 7. August 2017. Es ist Montag, 10 Uhr. Das Telefon von Projektleiter Frank steht nicht still. Genervt nimmt er den Hörer ab. „Sicher schon wieder ein Kollege aus den Geschäftsstellen.“ denkt er sich. Und behält Recht. Es ist bestimmt schon das zwanzigste Telefonat, das er an diesem Morgen entgegen nimmt. Die Servicekräfte können keine Einzahlungen mehr verbuchen, die Berater keine Konten eröffnen und auch im eBanking hakt es an allen Ecken und Enden. „Hätte ich doch bloß in den Seminaren kurz vor Weihnachten besser aufgepasst. Ich war wirklich zu sehr mit der Organisation der Weihnachtsgeschenke beschäftigt.“ stöhnt er vor sich hin…

Zum Glück war Frank in dieser Woche nicht allein in Westrhauderfehn. Er hatte Katrin und Matthias an seiner Seite, die gemeinsam mit ihm das Kompetenzsystem unter agree21 aufbauen werden. Und er hat auch nur zwei, drei Mal ganz kurz an Weihnachten gedacht. Zumindest hat er mir das gesagt… nun gut, es wird schon schief gehen 😁